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Der Sojabohnenanbau kann die heimische Eiweißversorgung verbessern
Aktuelle Informationen zum Pflanzenbau erhielten die Teilnehmer des Pflanzenbautages des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth. Leitender Landwirtschaftsdirektor Werner Wolf konnte hierzu in Kühnhofen eine große Anzahl interessierter Landwirte begrüßen. Landwirtschaftsreferentar Matthias Feierler befasste sich mit der Produktionstechnik beim Anbau von Sojabohnen. Aufgrund der hohen klimatischen Ansprüche ist der Anbau derzeit nur in den günstigen Lagen des Landkreises möglich. Ihr Anbau kann dazu beitragen, die Abhängigkeit der tierischen Produktion vom Import von Eiweißfuttermitteln zu verringern.
Landwirtschaftsmeister Helmut Maußner aus Weigenhofen konnte hierzu von seinen mehrjährigen Erfahrungen beim Anbau dieser Eiweißpflanze berichten. Maußner empfahl eine mechanische Unkrautbekämpfung durch Einsatz eines Hackstriegels. Er sieht durchaus Potential für den Anbau dieser Pflanze im Landkreis.
Ludwig Prey, Fachberater am AELF stellte die Neuorganisation der Abteilung Bildung und Beratung vor. Darüber hinaus informierte er die Teilnehmer über die wichtigsten Änderungen der Düngemittelverordnung, die eine verbesserte Verwertung der wirtschaftseigenen Düngemittel zum Ziel hat.
Dieter Proff vom AELF Ansbach berichtete von den wichtigsten Neuerungen aus der Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes. Als wichtigste Änderung betrachtet er hier den wiederholten Nachweis der Sachkunde für Anwender von Pflanzenschutzmitteln. Proff berichtete von den Ergebnissen des Monitoringprogramms zur Überwachung des Maiswurzelbohrers. Dieser neue Schädling im Maisanbau konnte bereits in den angrenzenden Landkreisen Neumarkt und Amberg-Sulzbach nachgewiesen werden. Als wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung und Bekämpfung sieht Proff hier die Einhaltung einer geregelten Fruchtfolge mit moderaten Maisanteilen.
Tobias Nicklas, Fachberater beim Erzeugerring Mittelfranken erläuterte die unbefriedigenden Erträge beim Rapsanbau der vergangenen Saison. Als Hauptursache konnte er die verspätete Saat und die dadurch bedingte unbefriedigende Wurzelentwicklung, sowie die fehlenden Niederschläge in der Jugendentwicklung ausmachen. Die Teilnehmer erhielten eine Vielzahl wichtiger Informationen für die anstehende Pflanzenbausaison.
Behördenleiter Werner Wolf mit den Referenten des Pflanzenbautages
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth
Johann-Strauß-Straße 1, 91154 Roth
Tel.: 09171 842-0 • Fax: 09171 842-55 • E-Mail: poststelle@aelf-rh.bayern.de
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