Saubere Wiesen, schmackhaftes Futter, gesunde Rinder
Kein Hundekot auf Wiesen

Wiese

Schmackhaftes Gras ist die Futtergrundlage unserer Kühe und steht damit am Anfang der menschlichen Nahrungskette.

Hundekot auf der Wiese gefährdet die Futterhygiene, weil er sich sehr langsam zersetzt und im Futter als unangenehmer Geruch deutlich wahrnehmbar ist. Dies beeinträchtigt die Schmackhaftigkeit und Qualität des Futters enorm.
Es bestehen auch gesundheitliche Risiken für Kühe und Kälber.
Hunde sollten deshalb während der Vegetations- und Nutzzeit von Ende März bis Ende Oktober nicht auf Wiesen und Felder gelassen werden.
Auf vielen Wiesen wird Gülle ausgebracht. Warum soll ich dann die Hinterlassenschaft meines Hundes wieder mitnehmen?
Gülle ist ein wertvoller Wirtschaftsdünger, der mehr als 90 % Wasser enthält. Die Landwirte bringen diesen Dünger gleichmäßig verteilt und mit großem zeitlichen Abstand zur Futternutzung aus. Hundekot wird dagegen in konzentrierter Form oft unmittelbar vor der Mahd abgesetzt.
Totgeborene Kälber - verursacht durch "Neospora canium"
Hunde können mit dem Parasiten "Neospora caninum" befallen sein. Der Hund ist gegenwärtig der einzig bekannte Endwirt für diesen Parasiten. Infizierte Hunde können mit ihrem Kot Parasiten-Eier abgeben und somit andere empfängliche Tierarten, z.B. Rinder, als sogenannte Zwischenwirte anstecken.
Wird dieser Kot von Milchkühen über das Futter aufgenommen, kommt es zum Befall von verschiedenen Organen, des Fetus und der Fruchthüllen. Die Folge können dann totgeborene Kälber sein.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Infektion innerhalb des Mutterleibs auf die Frucht übertragen wird. Werden diese Kälber dann geboren, sind diese wiederum Träger und Ausscheider von Neospora canium.
Der Hund selbst kann sich über rohes Fleisch von infizierten Tieren oder den Nachgeburten von infizierten Kühen anstecken.
Quelle: Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
Auch die Landwirte selbst sind gefordert
Folgendes sollte beachtet werden:
  • Hunde von Ställen fernhalten, der Hund hat nichts im Stall verloren!
  • Nachgeburten so schnell wie möglich hundesicher entsorgen!
  • Futter und Futtertische immer sauber halten!
  • Bei gehäuftem Auftreten von Fehl- oder Totgeburten Kühe auch auf Neospora caninum untersuchen lassen!
  • Infizierte Rinder merzen!
Hund - Kopie
Hundekot auf Wiesen? Nein danke!
Die Landwirte unternehmen große Anstrengungen, um dem Verbraucher hochwertige Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Hundehalter können ihren Beitrag dazu leisten und die Verschmutzung des Grünfutters vermeiden, wenn sie ihre Hunde in der Vegetationszeit nicht auf Wiesen lassen. Im "Fall des Falles" können die Hinterlassenschaften mit Kotbeuteln ordnungsgemäß entsorgt werden.