Zwischenfruchtdemoanlagen im Dienstgebiet
Mehr als Lückenfüller: Buchweizen, Phacelia & Co.

Phaceliablüte vor Senf- und Kleeblüten

Nach der Getreideernte sind noch einige Monate Vegetationszeit, die mit Zwischenfrüchten optimal genutzt werden können. Was bringen die Zwischenfrüchte, die meist aus verschiedenen Mischungspartnern bestehen?

  • Sie bedecken den Boden und schützen ihn vor Austrocknung und Erosion
  • Sie verbessern die Wasseraufnahmefähigkeit der Böden, sorgen für gute Durchwurzelung und Lockerung des Bodens
  • Sie binden Nährstoffe und schützen vor Auswaschung - und schützen so das Grundwasser
  • Die Blüten sind Futter für Insekten und die Bestände bieten Schutz und Äsung für das Wild
  • Das verbleibende Mulchmaterial wird von den Regenwürmern nach dem Winter in ihre Gänge gezogen und fördert so das Bodenleben
In den Mischungen sind Samen von verschiedenen Pflanzen enthalten. Je nach Fruchtfolge gibt es passende Zwischenfruchtmischungen. Der Vorteil von Mischungen ist, dass die unterschiedliche Pflanzen verschiedene Schichten durchwurzeln. Die Pflanzen wurzeln nicht nur in unterschiedlichen Tiefen, es sind auch die verschiedenen Wurzelarten, die die Böden bereichern:
  • So wurzelt der Ölrettich mit einer Pfahlwurzel in tiefere Schichten
  • Phacelia bildet hingegen eine Büschelwurzel mit flacherer Durchwurzelung, ist mit keiner anderen Kulturpflanze verwandt und friert sicher ab
  • Buchweizen bildet schnell viel Grünmasse und beschattet den Boden
  • Das Ramtillkraut friert schon bei niedrigen Plus-Graden ab und hinterlässt wertvolles Mulchmaterial
So sind noch viele andere Arten in den Zwischenfruchtmischungen enthalten und sorgen so für Vielfalt in der Kulturlandschaft.