Ausnahmeregelung
Bracheflächen für Futterzwecke nutzen

Ausgetrockneter Boden

Aufgrund der extremen Trockenheit und der Engpässe bei der Futterversorgung ist ab sofort eine Futternutzung von stillgelegten Flächen möglich. Dies gilt für alle Landkreise in Franken, der Oberpfalz sowie für die Landkreise Regen, Freyung-Grafenau, Eichstätt, Donau-Ries und die Stadt Ingolstadt.

Das bedeutet für die landwirtschaftlichen Betriebe, dass sowohl Brachflächen, die als Ökologische Vorrangflächen dienen, als auch andere Brachflächen (glöz-Flächen) zur Futtergewinnung genutzt werden dürfen. Dabei ist eine Beweidung ebenso möglich wie eine Schnittnutzung. Die Umcodierung der Brachflächen wegen Futternutzung und eine entsprechende Meldung an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sind nicht notwendig.
Neben der Futternutzung im eigenen Betrieb können die o. g. Brachflächen durch Weitergabe an Dritte auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe verwendet werden.
Vorgaben bei Agrarumweltmaßnahmen
Bei Teilnahme an Agrarumweltmaßnahmen gelten für betroffene Flächen allerdings besondere Vorgaben. Das bedeutet bei der KULAP-Maßnahme B47 "Jährlich wechselnde Blühflächen", dass im Bedarfsfall eine Nutzung erst ab dem 2. September zulässig ist, bei der Maßnahme B48 "Blühflächen fünfjährig" ist keine Nutzung erlaubt. Auch bei den VNP-Maßnahmen H11 "Extensive Ackernutzung für Feldbrüter und Ackerwildkräuter" und H12-H14 "Brachlegung auf Acker mit Selbstbegrünung" ist eine vorgezogene Nutzung bis einschließlich 31. August in keinem Fall möglich.