Sammelberatungen für Waldbesitzer
Borkenkäferbefall rechtzeitig erkennen
von Laura Wasner, AELF Roth

Borkenkäfer SchadbildZoombild vorhanden

Vom Borkenkäfer befallene Fichten (© Florian Stahl, LWF)

Stellen Sie sich vor: 36°C Lufttemperatur, nichts zu trinken und Sie stehen den ganzen Tag in der Sonne. Da kommen selbst Sommerliebhaber an Ihre Grenzen. Genauso geht es derzeit unseren Bäumen.

Die hohen Temperaturen der letzten Wochen setzen unseren Wäldern stark zu. Viele Bäume geraten durch die Hitze und den Wassermangel in Stress und sind dadurch noch anfälliger für Schädlinge wie z.B. den Borkenkäfer. Die warme Witterung begünstigt zusätzlich die Entwicklung der Käfer und lässt die Populationsdichte rasend schnell ansteigen. Verfärben sich die Kronen der betroffenen Bäume rot und fällt die Rinde vom Stamm ab, ist ein Befall für die meisten Waldbesitzer offensichtlich. Dann ist es jedoch meist zu spät und die nächste Generation Borkenkäfer ist bereits dabei die umliegenden Bäume zu befallen.

Rechtzeitig kommt man dem Schädling nur auf eine Weise auf die Spur: beim Einbohren in den Stamm verraten sich die Käfer durch den Auswurf von Bohrmehl. Dieses rieselt herab und ist häufig am Stammfuß oder in Spinnweben an den Wurzelanläufen zu finden. Entdeckt man dieses Bohrmehl, kann durch frühzeitiges Eingreifen eine Ausbreitung der Borkenkäfer auf umliegende Bäume meist verhindert werden und der Befall eingedämmt werden.

Angebote für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer

Um Waldbesitzern zu zeigen, wie man effektiv Borkenkäferbefall frühzeitig erkennt, bieten die Förster des Amtes für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Zusammenarbeit mit der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land Demonstrationstermine an. Symptome, Erkennungsmerkmale und alles was man über den Borkenkäfer und seine Bekämpfung wissen muss wird vor Ort an befallenen Bäumen erläutert.