Rückblick: Informationsveranstaltung zum Waldumbau
Der Zukunftswald zwischen Büchenbach und Walpersdorf nimmt Formen an

Die anhaltend trockene und warme Witterung der letzten Wochen und Monate bringt nicht nur die Pflanzen auf den Feldern, sondern auch unsere Wälder zunehmend an ihre Grenzen. Vielerorts stechen schon absterbende Kiefern ins Auge. Bereits Ende April informierte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth daher interessierte Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Büchenbach über die Chancen des rechtzeitigen Waldumbaus.

Auftaktveranstaltung in Büchenbach

Blick in die Baumkronen eines Kiefernbestandes mit Eichen-VerjüngungZoombild vorhanden

Foto: A. Körner, AELF Roth

„Gemeinsam ist vieles einfacher!“ lautete der Appell von Projektleiter Peter Helmstetter bei der Auftaktveranstaltung an die erschienenen Privatwaldbesitzer und Jäger. Weil unsere Hauptbaumart Kiefer vom Klimawandel stark unter Druck gerät – in den häufig über 100-jährigen Beständen sterben auch dicke Bäume vermehrt ab – heißt es rechtzeitig vorzubeugen. Eine andere Richtung hin zu mehr Vielfalt gilt es einzuschlagen. Die neue Waldgeneration muss her, lange bevor der Wald durch die Schäden kahl wird. Der Zukunftswald setzt sich dabei sowohl aus Laubbäumen als auch aus Nadelbäumen zusammen. Das Nadelholz vermehrt sich oft von selber – Laubbäume dagegen müssen in den meisten Fällen gepflanzt werden. So entsteht langfristig ein stabiler Mischwald.

„Eine große Aufgabe für alle Beteiligten“, so beschreibt Helmstetter das Vorhaben. Wer alleine und auf kleiner Fläche aufforstet, muss mit den hohen Kosten für einen Wildschutzzaun rechnen. Dass diese Kosten den Erlös aus vorangegangener Holzernte sogar übersteigen können, rechneten die Förster des Amts bei der Auftaktveranstaltung im April anschaulich vor. Denn meistens verdient der Waldbesitzer zunächst Geld, indem er durch Baumfällung das nötige Licht für die Jungpflanzen schafft. Es schreckt viele Waldbesitzer ab, dieses Geld gleich wieder für den aufwändigen Schutz der Jungbäume vor dem Verbiss durch Rehe zu verschwenden.

Forstverwaltung unterstützt bei Beantragung von Fördergeldern

„Dabei können wir auf Zäune im Wald mittlerweile gut verzichten, wenn viele Waldbesitzer gleichzeitig auf großer Fläche pflanzen und auch die Jäger mit Abschussschwerpunkten ihren Beitrag leisten.“ So schildert der Förster seine guten Erfahrungen aus vorangegangenen Waldumbauprojekten wie beispielsweise in Rohr. Es könnte auch im Waldgebiet zwischen Büchenbach und Walpersdorf gelingen. Zusammen mit der Forstbetriebsgemeinschaft Heideck-Schwabach, die die Waldbesitzer bei Holzernte und – vermarktung sowie bei der Pflanzenbestellung unterstützt, bietet die Forstverwaltung am Amt in Roth ihre Beratung und Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln an. Dabei werden die individuellen Wünsche des Waldbesitzers bestmöglich berücksichtigt.

Das Ziel: Ein stabiler, klimaharter Zukunftswald

Im Projektgebiet zwischen Büchenbach und Walpersdorf sind in den vergangenen Wochen bereits viele Waldbesitzer mit gutem Beispiel vorangegangen und haben sich schon von Projektbearbeiter Lukas Ullrich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth in ihrem Wald beraten lassen. Auf vielen dieser Flächen soll nach der Durchforstung noch in diesem Herbst der Zukunftswald aus klimatoleranten Baumarten gepflanzt werden: Ein neuer junger Wald aus vor allem Buchen, aber auch aus Eichen und Edelkastanien zusätzlich zu den bereits vorhandenen Kiefern, der den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist. „Wer streut, rutscht nicht!“ lautet das Motto. Möglichst viele verschiedene angepasste Baumarten bilden den stabilen, klimaharten Zukunftswald.

Machen Sie mit beim Waldumbauprojekt!

Nach der Devise „Waldumbau ist machbar, Nachbar!“ sind aber alle Waldnachbarn eingeladen, mit ins Boot zu springen und auch ihre Wälder fit für die Zukunft zu machen. Nutzen Sie die Gelegenheit und machen Sie bei Waldumbauprojekt mit, denn nur wenn genügend Waldnachbarn zusammenarbeiten, kann der Waldumbau ohne Zaun gelingen und Sie sparen bares Geld.

Weitere Informationen und Kontakt

Alle interessierten Waldbesitzer können sich auch jetzt noch beim zuständigen Projektförster Lukas Ullrich vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth melden und einen Beratungstermin vereinbaren. Herr Ullrich berät Sie gerne in Ihrem Wald – und das ist übrigens kostenlos und verpflichtet zu nichts.

Lukas Ullrich erreichen Sie am besten telefonisch unter den unten angegebenen Nummern. Außerdem kann auf der Internetseite der Gemeinde Büchenbach die Präsentation der Auftaktveranstaltung mit weiteren Informationen zum Waldumbauprojekt abgerufen werden.

Lukas Ullrich (Projektförster)
Tel.: 09171 84267
Mobil: 0162 2385795