Baumarten-Steckbriefe
Mehr Baumarten braucht das Land!

Der Bereich Forsten am AELF Roth hat 17 Steckbriefe für wichtige Baumarten auf dem Weg zu stabilen Wäldern im Klimawandel erstellt. Hier werden einige gängige, einheimische Baumarten, wie der Bergahorn, die Schwarzerle oder die Tanne näher beschrieben. Aber auch bisher eher unbekannte Arten wie die Schwarzkiefer, die Elsbeere oder auch die Esskastanie, Baum des Jahres 2018, werden in den Fokus gerückt.

Der Bereich Forsten nimmt seine Beratungsaufgabe sehr ernst. So Bereichsleiter Forsten H. Dr. Kölling '…sind wir sehr froh darüber, unseren Waldbesitzern hiermit eine weitere konkrete Handreiche anbieten zu können'. Jede Baumart ist anders und hat ihre Chancen und Risiken. Auch die Nutzung des Holzes ist oft sehr unterschiedlich.
So hat die Rother Forstverwaltung in den zunächst 17 Steckbriefen die wichtigsten Informationen für ihre Waldbesitzer dargestellt.

Die Baumartensteckbriefe

Gedankenstütze nach der Beratung durch den Förster

Die Steckbriefe sollen dem Waldbesitzer als Gedankenstütze nach der Beratung durch den Förster des Amtes dienen. Nachdem die passenden Baumarten für den jeweiligen Standort ausgewählt wurden, kann der beratene Waldbesitzer die Steckbriefe „seiner“ Baumarten in handlichem DIN A5-Format mit nach Hause nehmen.
Näher beschrieben sind allgemeine Merkmale des Baumes wie das Aussehen der Blätter, der Rinde und der Früchte. Außerdem werden der Anbau (Pflanzung, Saat, Standorte, Wachstum, Waldbau), die Chancen und Risiken der Baumart (Krankheiten, Verbiss, Fröste, Parasiten, etc.) und die Holznutzung genauer erläutert.

Die Darstellung 'Klimahülle' erklärt Chancen und Risiken im Klimawandel.

Klimahülle Esskastanie

Klimahülle Esskastanie

Klimahülle Weißtanne

Klimahülle Weißtanne

In diesen Grafiken ist der 'Wohlfühlbereich' der jeweiligen Baumart (grüne Wolke) in Abhängigkeit von Temperatur und Niederschlag erkennbar. Hinzu kommt das Klima heute (blaue Linien) und in Zukunft für das Jahr 2100 (rote Linien) für den Amtsbereich Roth. Sofern die rote Klimahülle (2100) im Wohlfühlbereich der Baumart liegt, wird sie mit der Klimaerwärmung zurechtkommen (Grafik Esskastanie).
Liegen einzelne Bereiche der roten Hülle am Rand oder außerhalb des Wohlfühlbereichs (Grafik Weißtanne), ist die Baumart im Zuge der Klimaerwärmung riskant. Eine Beteiligung an einer Aufforstung muss dann gut überlegt sein.