Rückblick auf Regionalentscheid am 20. November 2018
Forstlicher Wettbewerb für Landwirtschaftslehrlinge 2018

Geschicklichkeit und Wissen beim forstlichen Wettbewerb unter Beweis gestellt
Im Rahmen der Ausbildung zum Landwirt/zur Landwirtin müssen die Auszubildenden auch ihr Können in Theorie und Praxis in der Forstwirtschaft zeigen. Der "Forstliche Wettbewerb 2018" fand am 20. November im Stadtwald Roth, unweit des Rother Gewerbegebietes "An der Lände" statt. Die 23 männlichen Teilnehmer sowie 8 weibliche Teilnehmerinnen kommen aus Betrieben aus den Landkreisen Roth, Weißenburg - Gunzenhausen, Nürnberger Land, Fürth, Ansbach und Forchheim. Auf dem Siegertreppchen standen zum Schluss Stefan Freytag als Erster, Dominik Loy als Zweiter, und Tobias Deininger als Dritter.
Forstwirtschaft will gelernt sein
Oft ist die Waldwirtschaft ein wichtiges Standbein für viele landwirtschaftliche Betriebe, allerdings nimmt die forstwirtschaftliche Ausbildung nur einen untergeordneten Anteil ein. Umso wichtiger ist für die angehenden Landwirte dieser Ausbildungsabschnitt im zweiten Betriebsjahr. Deshalb ist der "Motorsägenführerschein" und die Teilnahme am forstlichen Wettbewerb Pflicht. Trotzdem kommen an dem kurzweiligen Tag in Roth der Wettkampfgedanke und der Spaß nicht zu knapp.
Neben Schnelligkeit und Präzision ist Sicherheit oberstes Gebot
Bei der Waldarbeit passieren immer noch zu viele schwere Unfälle. Die Teilnehmer des Wettbewerbes werden deshalb im richtigen Umgang mit der Motorsäge, der obligatorischen persönlichen Schutzausrüstung und den Sicherheitsbestimmungen geschult und geprüft.
Fünf Disziplinen am Vormittag gemeistert
Zu Beginn stand ein theoretischer Wissenstest an. In der Aula des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mussten fachliche Fragen zu Holzarten, Forstschädlingen und der Waldbewirtschaftung beantwortet werden. Anschließend ging es bei nasskaltem Wetter in den Wald für den praktischen Teil des Wettbewerbs. Drei der weiteren vier Disziplinen waren mit der Motorsäge zu meistern.
  • Bei "Fallkerbanlage und Fällschnitt am Stock" wird innerhalb von vier Minuten die Technik der Baumfällung mit Fallkerb und anschließendem Fällschnitt geprüft. Dabei wird größtes Augenmerk auf Treffgenauigkeit, korrekte Schnittführung und Arbeitssicherheit gelegt.
  • Bei der Disziplin "Präzisionsschnitt" ist das Einstechen mit der Motorsäge und präzises Schneiden mit einlaufender und auslaufender Sägekette am liegenden Stamm gefragt.
  • Beim "Kombinationsschnitt" sollen sich am hochgelegten Stamm die beiden Schnitte, welche von unten und oben kommen, genau treffen.
  • Bei der "Pflanzung" sind in zehn Minuten zehn Pflanzen gerade, im durchschnittlichen Abstand von 1,50 Meter, ohne die Wurzeln zu verletzen, in einer ergonomisch günstigen Körperhaltung und richtigem Geräteeinsatz zu pflanzen.
Sponsoren spenden Sachpreise
Zur Siegerehrung fanden sich Teilnehmer und Schiedsrichter im nahegelegenen "Hafenstüberl" am Kanal ein. Zu gewinnen gab es als Lohn für die Anstrengungen viele wertvolle Sachpreise aus dem Bereich Waldwirtschaft im Gesamtwert von über 600 €. Als Sponsoren aufgetreten sind die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Heideck-Schwabach, FBG Roth und Umgebung, FBG Pappenheim-Weißenburg, FBG Ansbach-Fürth, FBG Franken-Süd, FBG Nürnberger Land, Waldbesitzervereinigung (WBV) Erlangen-Höchstadt, der Maschinen- und Betriebshilfsring Roth sowie der Kreisberatungsausschuss des Bayerischen Bauernverbandes und die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft.