Landwirtschaftsschule Roth, Abteilung Landwirtschaft
Aus dem Schulleben

Käse und Kiku - Rother Landwirtschaftsschüler informieren sich am Bodensee

"Kiku, was ist das denn?" Ein besonders rot gefärbter Apfel der Sorte Fuji. Diese und weitere Informationen rund um den Obstbau und die Landwirtschaft in der Bodenseeregion erhielten die Absolventen 2018 der Landwirtschaftsschule Roth aus erster Hand. Gemeinsam mit Semesterleiter Wolfgang Jank wurden Erzeuger und Vermarkter besucht – nicht ohne den Blick auch über den Tellerrand hinauszuwagen.
Zunächst standen der Besuch der Unteren Landwirtschaftsbehörde in Ravensburg und der des Bauernmarktes auf dem Programm: Seit 1996 werden hier von 15 Teilhabern die Produkte aus der Region im Herzen der Stadt verkauft.
Milchviehhaltung und Sonderkulturen
Der Landkreis im Süden Baden-Württembergs mit 2.900 landwirtschaftlichen Betrieben – davon 1.600 Milchviehhalter – ist das Aushängeschild der Landwirtschaft in unserem benachbarten Bundesland. Milchviehhaltung und Sonderkulturen – vor allem Obstanbau - prägen die Gegend in Oberschwaben. Einer der größten Vermarkter in diesem Bereich ist die Firma Salem-Frucht in Salem. Nach der Erfassung der Äpfel wird mithilfe modernster Technik das Obst kontrolliert: jeder einzelne Apfel wird 62 Mal fotografiert, vollautomatisch sortiert und verpackt. Bestellungen können somit innerhalb von weniger als einem Tag vor Ort im Supermarkt deutschlandweit – und darüber hinaus - angeliefert werden.
Emmentalerkäserei
Am nächsten Tag ging es für die Reisegruppe zunächst Richtung Allgäu in eine Molkerei. Die Allgäuer Emmentalerkäserei Leupolz eG wurde im Jahr 1960 als Genossenschaft von Landwirten gegründet. Heute wird die Milch von 170 Landwirten, sowohl von konventionellen als auch von Biobetrieben, erfasst. Mit Spezialitäten im Käsebereich wird versucht für die Milchviehhalter eine hohe Wertschöpfung zu erreichen.
Milchviehbetrieb bei Ravensburg
Mit kontinuierlichem Wachstum und großem Arbeitseinsatz bewirtschaftet Familie Eyrich in Bavendorf bei Ravensburg ihren Milchviehbetrieb. Zusammen mit den Eltern und seiner Ehefrau werden von Andreas Eyrich inzwischen 210 Holstein-Friesian Milchkühe im 2016 bezogenen Laufstall mit drei Automatischen Melksystemen gehalten und eine 75 kW-Güllebiogasanlage betrieben. Aufgrund der knappen Flächenausstattung ist ein Großteil des Jungviehs ausgelagert und ein Teil des Grundfutters wird im Vertrag angebaut oder zugekauft. Durch die hohe Spezialisierung auf die Milchkühe werden sehr gute produktionstechnische Ergebnisse erreicht. Beratung holt sich der Betriebsleiter entweder vom Beratungsdienst vor Ort oder im Austausch mit den anderen DLG-Spitzenbetrieben deutschlandweit.
Direktvermarkter
Ein Obstbauer, der seine Vermarktung nicht nur einer Genossenschaft überlassen wollte, stand zum Abschluss des zweiten Tages auf dem Programm. Der Obsthof Steffelin in Ittendorf nahe des Bodensees baut auf knapp 30 Hektar Obst an, davon 28 Hektar Äpfel. In dem sehr ansprechenden Hofladen werden verschiedenste Produkte vermarktet. Durch eine hofeigene Brennerei, zehn Ferienwohnungen und Führungen für Besuchergruppen mit Verköstigung stellte sich der Betrieb breiter auf. Bei den hohen Ertragsverlusten durch die Spätfröste im Obstbau im letzten Jahr sicherlich eine gute Entscheidung des Betriebsleiters.
Hoch hinaus
Hoch hinaus ging es am dritten Tag. Zunächst zumindest gedanklich: bei einer Werksbesichtigung im Hangar der Zeppelin NT. Direkt unter den beiden 75 Meter langen Luftschiffen erfuhren die jungen Landwirte alles vom Erstflug des ersten Zeppelins im Jahr 1900, über die Geschichte der Hindenburg bis zur heutigen Entwicklung des Unternehmens. Noch sichtlich beeindruckt von den Dimensionen hieß der nächste Halt "Pfänder" in Bregenz – Österreich. Mit der Gondel ging es nun tatsächlich in die Höhe. In 1.062 Metern Höhe oben angekommen, sollte sich der Gruppe ein herrlicher Blick über den Bodensee bieten. Leider spielte das Wetter nicht mit und das letzte Ziel der Lehrfahrt wurde angesteuert: das Münster in Ulm. Diesmal nicht mit der Gondel sondern zu Fuß wurde der Turm des Münsters bestiegen.
Mit vielen bleibenden Eindrücken kehrten die Hofnachfolger aus den Landkreisen Roth, Weißenburg, Neumarkt, Fürth, Erlangen-Höchstadt, Nürnberger Land und der Stadt Nürn-berg zurück auf ihre elterlichen Betriebe.

Der Politik auf der Spur: Rother Landwirtschaftsschüler in Landtag und Staatskanzlei

Zum etwas anderen Schultag machten sich die Studierenden des 2. Semesters und des Praxisjahres der Landwirtschaftsschule Roth im Frühjahr 2018 auf den Weg nach München. Zusammen mit Schulleiter Werner Wolf und dem Semesterleiter des Praxisjahres Wolfgang Jank ging es ins Maximilianeum. Die Studierenden nahmen an einer Ausschusssitzung im Landtag teil und diskutierten mit mittelfränkischen Abgeordneten verschiedener Parteien im Plenarsaal. Die Hofnachfolgerinnen und Hofnachfolger aus sieben Landkreisen unserer Region berichteten den Mandatsträgern von ihrer Situation und ihren Problemen. Im Gegenzug lernten sie Abläufe und Tätigkeiten im Landtag kennen.
Landtagsdirektor Peter Worm informierte zudem über die Geschichte und kulturellen Schätze des Gebäudes.
Staatskanzlei und Stadtbesichtigung
Einem Rundgang durch die Staatskanzlei, dessen Architektur die Studierenden faszinierte, folgte eine Stadtbesichtigung. Mit vielen Eindrücken und Informationen aus der Landeshauptstadt traten die jungen Landwirtinnen und Landwirte die Heimreise an.

Weitere Aktionen und Veranstaltungen

Landwirtschaftsschule verabschiedet 24 staatlich geprüfte Wirtschafter

"Staatlich geprüfte(r) Wirtschafter(in) für Landbau" – mit diesem Titel wurden am 22. März 2018 im Rahmen der Schulschlussfeier der Landwirtschaftsschule Roth 22 Junglandwirte und 2 junge Landwirtinnen ausgezeichnet. Hinter Ihnen liegen zwei Winter- und ein Sommersemester an der Landwirtschaftsschule Roth, das sie gemeinsam mit den bayernweit einheitlichen Abschlussprüfungen an den Landwirtschaftsschulen mit Erfolg gemeistert haben.
Die Freude über die erzielte Leistung war den Studierenden aus insgesamt sechs Landkreisen (Roth, Neumarkt, Weißenburg-Gunzenhausen, Fürth, Erlangen-Höchstadt, Lauf) und der Stadt Nürnberg deutlich ins Gesicht geschrieben.
Schulleiter Werner Wolf und der Semesterleiter des Abschlusssemesters Wolfgang Jank blickten bei der Verleihung der Zeugnisse und Urkunden in durchweg strahlende Gesichter.
Jahrgangsbeste
Besonderen Grund zur Freude hatte Christiane Müller aus Gersdorf, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die als Semesterbeste mit einem herausragenden Notendurchschnitt von 1,14 die Weiterbildung zur staatlich geprüften Wirtschafterin abschloss. Knapp dahinter auf Rang zwei folgte Christian Tröster aus Döckingen, ebenfalls Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, mit 1,16 vor Thomas Engelhard aus Grub (Burgthann), Landkreis Nürnberger Land, mit 1,71.
Die Landwirtschaftsschule gratuliert allen Absolventinnen und Absolventen zum erfolgreichen Wirtschafter-Abschluss und wünscht für die Zukunft alles Gute.

Kuh-Spende und Fairtrade-Kaffee

Landwirtschaftsschüler spenden Kühe und trinken fair gehandelten Kaffee

Kaffee wird in Deutschland gerne getrunken. Ein geringer Anteil davon stammt aus fair gehandeltem Kaffee - damit sich das ändert, sind die beiden Semester der Landwirtschaftsschule in Roth auf Fairtrade-Kaffee umgestiegen. Da das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth bereits Kaffee aus Tansania bezieht, schlossen sich die jungen Landwirte Anfang 2018 ebenfalls an.
Bezogen wird der Kaffee über die Diözese Würzburg, die in der Partnerdiözese Mbinga in Tansania dieses Projekt fördert. Ziel ist es, die Kleinbauern in Afrika besser an der Wertschöpfung teilhaben zu lassen und nachhaltige Strukturen im Anbau und der Vermarktung zu etablieren.
Semesterleiter Wolfgang Jank hatte das Kaffeeprojekt und die Spendenaktion "Eine Kuh für Mbinga" in den beiden Semestern vorgestellt und stieß beide Male auf offene Ohren bei den Studierenden.
Mehrere "Rother" Kühe
Deshalb schicken die Hofnachfolgerinnen und Hofnachfolger auch gleich noch symbolisch zwei Kühe auf den Weg nach Tansania. Mit dieser Spendenaktion stellt die Diözese Würzburg einer Kleinbauernfamilie nach einer intensiven Vorbereitung eine Kuh zum Preis von 425 Euro kostenlos zur Verfügung. Die Familie muss das erste Kalb wieder an eine bedürftige Familie weitergeben, darf die Kuh und die weiteren Kälber aber behalten. Ziel ist es, die Einkommens- und Ernährungssituation der Menschen vor Ort zu verbessern. Ein weiterer positiver Effekt ist die Energieversorgung der Dörfer mit Hilfe von Kleinbiogasanlagen. Mit der Spende unterstützen unsere jungen Hofnachfolger Kleinbauern in dem afrikanischen Land. Diese Aktion wird von der Landwirtschaftsschule Roth bereits zum sechsten Mal unterstützt und inzwischen kamen zahlreiche Familien in Tansania in den Genuss einer "Rother" Kuh.

Die etwas andere Weihnachtsfeier 2017

Firma Fella und Studierendenbetrieb – Weihnachtsfeier einmal anders

Am 20. Dezember 2017 nahmen das 1. und das 3. Semester gemeinsam mit den Lehrkräften an der Schulweihnachtsfeier teil. Nach der Frühstückspause machten sich alle für die Anreise zum Studierendenbetrieb Engelhard in Grub bei Burgthann bereit. Vor Ort stellte der Hofnachfolger seinen Betrieb vor.
Der Milchviehbetrieb mit 100 Milchkühen wird derzeit noch von seinem Vater und seinem Onkel geführt. Neben den knapp 180 ha Acker- und Grünland bewirtschaftet die Familie noch 10 ha Wald und lastet die Maschinen durch überbetrieblichen Einsatz gut aus. Nach der Besichtigung des landwirtschaftlichen Betriebs ging es weiter zum Gasthaus "Grüner Baum", dem zweiten Standbein der Landwirtsfamilie.
Nach dem Mittagsessen brachen alle in Richtung Feucht auf. Dort erwartete die Gruppe eine Betriebsbesichtigung bei der Firma FELLA (AGCO Feucht GmbH). Die Firma FELLA bietet ein breites Spektrum innovativer Landtechnik aus Franken.
Zunächst gab es einen historischen Rückblick auf die Unternehmensgeschichte. Anschließend stellte der Referent die Philosophie des Traditionsunternehmens vor und zeigte sowohl die Entwicklung, als auch die neuesten Trends im Bereich Grünfutterernte, auf das sich das Unternehmen spezialisiert hat. Nach so vielen Informationen waren die Teilnehmer natürlich neugierig, wie es in den Produktionshallen aussieht.
Ausgestattet mit Sicherheitswesten gab es daher im Anschluss an die Präsentation eine Werksführung.
Die Vielzahl der Fragen zum Abschluss bestätigte das große Interesse der Landwirte an der Betriebsbesichtigung. Am späten Nachmittag endete die Schulweihnachtsfeier und alle traten nach diesem schönen und informativen Tag zufrieden die Heimfahrt an.

Elterntag 2017

Eltern besuchen Studierende: Kommunikation im landwirtschaftlichen Betrieb

Am 12. Dezember 2017 hatte die Landwirtschaftsschule Roth die Studierenden des ersten Semesters, deren Eltern und die hauptamtlichen Lehrkräfte zum Kennenlernen in die Aula in Roth eingeladen.
Nach der Begrüßung durch Schulleiter Werner Wolf wurden von den Lehrkräften der Lerninhalt des entsprechenden Unterrichtsfaches und der Ablauf der Meisterprüfung vorgestellt. Beim Mittagessen konnten sich die Teilnehmer unterhalten und gestärkt in das Nachmittagsprogramm mit dem Schwerpunkt Persönlichkeitsbildung starten.
Werner Wolf spricht zu Zuhörern im Saal

Begrüßung

Pfarrer Engeler steht mit Karteikarte in der Hand im Veranstaltungssaal

Vortrag

Personen an den Tischen im Veranstaltungssaal

Ausklang

Schulstart 2017

Schulstart an Landwirtschaftsschule Roth

Mit einem gemeinsamen Eröffnungsgottesdienst in der katholischen Stadtkirche von Roth hat sich das 1. und 3. Semester der Landwirtschaftsschule Roth vor dem Schulbeginn auf die anstehenden Aufgaben eingestimmt. Am 23. Oktober 2017 war es wieder soweit: 17 junge Landwirte und eine Landwirtin aus den sechs Landkreisen Roth, Weißenburg-Gunzenhausen, Neumarkt, Fürth, Erlangen-Höchstadt, Amberg-Sulzbach sowie den Städten Schwabach und Erlangen starteten in das 1. Semester an der Landwirtschaftsschule in Roth. Nach erfolgreichem Berufsabschluss zum Landwirt und einem einjährigen Praxisjahr beginnt nun für die zukünftigen landwirtschaftlichen Unternehmer das erste von drei Semestern.
Die Unterrichtszeit gliedert sich in zwei Wintersemester (Oktober bis März), die in Vollzeitunterricht gestaltet werden sowie ein Sommersemester, in dem an mehreren Schultagen das Erlernte umgesetzt wird. In Theorie und Praxis steht vor allem der eigene Betrieb im Vordergrund.
Am Ende der Schulzeit steht der Abschluss zum staatlich geprüften Wirtschafter für Landbau an, der bereits weite Teile der Meisterprüfung beinhaltet. Dieses Ziel haben bereits die 24 Studierenden aus dem 3. Semester vor Augen, das am gleichen Tag begonnen hat.

Berlinfahrt 2017

Rother Landwirtschaftsschule unterwegs in der Hauptstadt

Die Rother Landwirtschaftsschule (1. und 3. Semester 2016/2017) unternahm im Januar 2017 eine viertägige Lehrfahrt nach Berlin. 38 Studierende besuchten zusammen mit Schulleiter Werner Wolf und Semesterleiter Wolfgang Jank interessante Stationen.
Marienhöher Milchproduktion
Der erste Halt wurde auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Sachsen eingelegt. Die Marienhöher Milchproduktion hält 700 Milchkühe und Nachzuchttiere, 200 ostfriesische Milchschafe und 150 Damwildtiere. Die Milchkühe werden mit zehn Melkrobotern gemolken. Auf einer Fläche von 1.200 Hektar werden Futter und Marktfrüchte angebaut. Eine hofeigene 500 kW-Biogasanlage versorgt die Gebäude mit Strom und Wärme. Unter der Marke Vogtlandliebe wird ein Teil der eigenerzeugten Milch- und Fleischprodukte in der Region vermarktet. In der Landwirtschaft sind 27 Mitarbeiter beschäftigt, in der Direktvermarktung weitere 16. Die Studierenden erfuhren vom Betriebsleiter aus erster Hand, welche Probleme ein Betrieb dieser Größenordnung mit sich bringt. Auch wenn die Dimensionen oft verlockend klingen, so zeigt sich doch immer wieder die Stärke unserer Familienbetriebe in Krisenzeiten gegenüber Preisschwankungen.
Bayerische Vertretung
In Berlin angekommen wurde zunächst die Bayerische Vertretung besichtigt. Claudia Dummer von der Staatskanzlei ist als Ansprechpartnerin für alle Belange der Landwirtschaft Bayerns in Berlin und in dieser Funktion vermittelte sie einen guten Eindruck, wie politische Entscheidungen entstehen und wie der aktuelle Sachstand bei agrarpolitischen Themen ist.
Internationale Grüne Woche
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der weltgrößten Ernährungsmesse. Auf der "Internationalen Grünen Woche" machten sich die Lehrfahrtteilnehmer einen Eindruck von den kulinarischen Angeboten aller Kontinente. Mit exotischen Düften und traditionellen Kleidern entführten die Aussteller in fremde Länder. Aber auch die Bundesländer sind stark vertreten und werben mit ihren regionalen Spezialitäten für ihre Heimat. Ein Highlight der Fahrt bildete der Freitagabend mit dem Besuch des BayWa-Empfangs im City Cube.
Demonstration "Wir machen Euch satt!"
Am nächsten Tag wurde die Demonstration "Wir machen Euch satt!" besucht - das Gegenstück zur Demonstration "Wir haben es satt!" am selben Tag in Berlin. Weitere Stationen waren die Besichtigung der Reichstagskuppel und des Tränenpalastes und ein Besuch der Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler aus Dehnberg im Nürnberger Land, die über ihre Aufgaben als Drogenbeauftragte der Bundesregierung und als Bundestagsausschussmitglied für Ernährung und Landwirtschaft informierte.
Braunkohletagebau in Lichterfeld
Am Sonntag erklammen die Studierenden eine der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt: die 500 Meter breite F 60 Förderbrücke aus dem Braunkohletagebau in Lichterfeld. Nach nur 13 Monaten Einsatzzeit wurde die Braunkohleförderung eingestellt und aus der mächtigen Maschine eine Touristenattraktion. Mit vielen Eindrücken kehrten die Hofnachfolger aus den Landkreisen Roth, Weißenburg, Neumarkt, Fürth, Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Nürnberger Land und der Stadt Nürnberg zurück auf ihre elterlichen Betriebe, um sich nun auf der Zielgeraden auf die Meisterprüfung oder das Sommersemester vorzubereiten.

"Eine Kuh für Mbinga" 2016

Vier Kühe "unterwegs" nach Afrika – Nahrung und Energie vor Ort
Bereits zum fünften Mal beteiligte sich die Landwirtschaftsschule in Roth im Dezember 2016 an dem Projekt der Diözese Würzburg "Eine Kuh für Mbinga". Auf Initiative des Semesterleiters Wolfgang Jank und des Bauberaters Jörg Rupp konnte in diesem Jahr der Schulleiter Werner Wolf dem Projektkoordinator Klaus Veeh persönlich einen Scheck in Höhe von 1.775 Euro überreichen. Der Betrag wurde von den Studierenden und Mitarbeitern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth gespendet. Diese Summe reicht aus, um in der Partnerdiözese im Südwesten Tansanias vier Kühe für Kleinbauern zur Verfügung zu stellen. Um eine Kuh zu bekommen, müssen die "Bewerber" aber erst einen Stall errichten, Futter für die Kuh anbauen und Kurse über Rinderhaltung absolvieren. Ziel ist es, die Einkommens- und Ernährungssituation der Menschen vor Ort zu verbessern. Ein weiterer positiver Effekt ist die Energieversorgung der Dörfer mit Hilfe von Kleinbiogasanlagen.
Erstmals nutzte Herr Veeh die Gelegenheit, um den Studierenden aus den acht Landkreisen Roth, Nürnberger Land, Neumarkt, Weißenburg-Gunzenhausen, Fürth, Nürnberg, Erlangen-Höchstadt und Forchheim persönlich zu danken und einen Einblick in Land und Leute zu geben. Für die Studierenden eine tolle Gelegenheit, um sich ein Bild von der völlig anderen Lebensweise und Landwirtschaft zu machen. Mit der Spende leisten unsere jungen Hofnachfolger einen lebendigen Beitrag zur Unterstützung der Kleinbauern in dem afrikanischen Land.

Meisterbriefe 2016

33 neue Landwirtschaftsmeister in Mittelfranken

In Triesdorf erhielten am 16. November 2016 insgesamt 33 junge Landwirtschaftsmeister ihren Meisterbrief feierlich aus den Händen von Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer überreicht. Aus dem Landkreis Roth waren in diesem Jahr Josef Hackner aus Österberg (Milchvieh- und Schweinehaltung), Martin Rößler aus Kottensdorf (Milchvieh und Tabakanbau), Rainer Schwendner aus Regelsbach (Milchviehhaltung), Christian Hochmeyer aus Brunnau (Milchviehhaltung und Direktvermarktung) und Ludwig Dorner aus Thalmässing (Milchviehhaltung) erfolgreich. "Bleiben Sie offen für alles in einem der schönsten Berufe, die es gibt", so Kreisbäuerin Annette Götz, Behördenleiter Werner Wolf und Semesterleiter Wolfgang Jank bei ihrer Gratulation.
Mit 60 Prozent der Absolventen stellte die Landwirtschaftsschule aus Roth mit 20 jungen Landwirten den Großteil der frischgebackenen mittelfränkischen Meister. Die Hofnachfolger aus den Landkreisen Roth, Neumarkt, Weißenburg, Erlangen-Höchstadt, Nürnberger Land, Fürth und der Stadt Nürnberg entschieden sich nach dem erfolgreichen Bestehen der Schule in Roth für diese Herausforderung. Für diese gilt es nun die erworbenen Fähigkeiten auf den elterlichen Betrieben umzusetzen, um die Höfe erfolgreich in Zukunft weiterführen zu können.

Boden(schutz) 2016

Boden(-schutz): praktische Tipps im Praxisjahr
Zu einem Schultag mit dem Thema Boden(schutz) im Juni 2016 machten sich die Teilnehmer des Praxisjahres der Landwirtschaftsschule Roth auf in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zum Hahnenkammsee. Dort wurde den angehenden Landwirtschaftsschülern von Ernst Hilmer, Pflanzenbauberater am AELF Weißenburg, und Matthias Rummer, Wasserberater am AELF Uffenheim, die Bedeutung des Bodenschutzes vor Augen geführt.
Auf einer hängigen Demonstrationsfläche am Ortsrand von Hechlingen am See konnten die ausgebildeten Landwirte auf verschiedene Art und Weise erfahren, wie der Boden vor Abtrag geschützt und dadurch der Eintrag von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln in Oberflächengewässer reduziert werden kann. Vor allem der Zwischenfruchtanbau und das Mulchsaatverfahren spielen dabei eine große Rolle. Bei größeren Regenmengen kann dadurch das Abschwemmen des ertragreichen Oberbodens vermindert werden. Bei der Berechnung der Mulchbedeckung oder dem Zählen von Regenwürmern waren die jungen Landwirte aktiv in den Schultag mit eingebunden.
Schule zum Mitmachen und Anfassen
Regenwürmer zählen

Regenwürmer Zählen

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Theorie zum Bodenaufbau

Theorie zum Bodenaufbau

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Naturschutz und Landschaftspflege 2015

Die Schüler in Booten auf der AltmühlZoombild vorhanden

Bootstour auf der Altmühl

Schule auf dem Wasser
Perspektivenwechsel für die Studierenden des 2. Semesters an der Landwirtschaftsschule Roth: Am Schultag für Naturschutz und Landschaftspflege im Juni 2015 erkundete die Klasse vom Boot aus die ökologische Umgestaltung der Altmühl zwischen Gunzenhausen und Gundelsheim. Mit an Bord war Hannes Hüttinger vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach, der den Studierenden die Maßnahmen erklärte. Diese sind zum einen wasserbaulicher Art, wie zum Beispiel die Verlängerung oder Verästelung des Gewässerlaufs oder auch das Öffnen von Altarmen. Zum anderen wurde der Fluss mit der Aue und angrenzenden Flächen besser verzahnt. So wurde aus einem ehemals geraden Flusslauf eine Gewässerlandschaft mit natürlichem Charakter geschaffen.
Zwar hat nicht jeder Landwirt, der Wiesen an der Altmühl bewirtschaftet, Verständnis dafür, dass der Fluss jetzt Kurven und Biegungen aufweist, die die Flächennutzung erschweren. Doch auf der anderen Seite stehen die positiven Auswirkungen der vorgenommenen Veränderungen für die Natur: Neu entstandene Strukturen sorgen für einen vielfältigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Altarme sowie Mulden und Gräben tragen zum Wasserrückhalt bei, und es entstehen wertvolle Feuchtbiotope.
Schaf- und ZiegenherdeZoombild vorhanden

Schaf- und Ziegenherde

Schafe auf dem Trockenrasen
Ein Biotop der eher trockenen Ausprägung wurde am Vormittag des Schultages besucht. Das Naturschutzgebiet Buchleite oberhalb von Markt Berolzheim beinhaltet vielfältige Lebensraumtypen wie Trockenrasen, Streuobstwiesen und Hecken und bietet einen wunderbaren Blick über den Ort und das Altmühltal. Kein Wunder, dass hier zahlreiche Arten vorkommen, die aufgrund ihrer Seltenheit in die sogenannte Rote Liste, eine Zusammenstellung gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, eingeordnet sind.
Unverzichtbar für den Erhalt solcher Trockenstandorte ist die Arbeit von Schäfern wie Robert Lechner aus Markt Berolzheim. Er stellte den Studierenden seine Schafe vor und schilderte die Herausforderungen, mit denen die Schäferei im 21. Jahrhundert konfrontiert ist. Durch die Beweidung mit seinen Schafen und Ziegen trägt er dazu bei, dass die Flächen offen bleiben und nicht im Lauf der Zeit mit Büschen und Bäumen zuwachsen.